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Max Schmaderer steht vor seiner sechsten Periode als Erster Bürgermeister der Gemeinde Schorndorf. Bei der Nominierung erhielt der langjährige Amtsinhaber erneut das uneingeschränkte Vertrauen seiner Liste „Parteifreie Wählerschaft Schorndorf“, der er zugleich als 1. Vorsitzender vorsteht. „Schorndorf ist spitze und muss Spitze bleiben“, so Schmaderer.
Mit der Nominierungsversammlung hat als erster Wahlvorschlag die „Parteifreie Wählerschaft“ die Kommunalwahlen in der Schorndorfer Kommune eingeläutet. Neben Schmaderer als Bürgermeisterkandidat wurden auch die Bewerberinnen und Bewerber für den Gemeinderat gewählt. Die Parteifreie Wählerschaft hat derzeit im Ratsgremium acht von 14 Sitzen inne, mit Martin Bauer, Helga Fischer, Martin Mandl, Hermann Schwarzfischer, Gotthard Michalke jun., Wolfgang Pommer sowie Dietmar Klein stellen sich sieben von ihnen erneut zur Wahl. Martin Winterl tritt nicht mehr an. Schmaderer wird neben der Bürgermeisterkandidatur zusätzlich auf Platz eins seiner Liste für den Gemeinderat auf Stimmenfang gehen.
„Bisher haben wir wenig gespürt in der Gemeinde was die Kommunalwahlen im März 2020 betrifft“, so PFW-Vorsitzender Max Schmaderer bei der Begrüßung im Gasthof „Zum Türlinger“, nun steige aber wieder die Spannung. Die 80 Stimmberechtigten wählten Karl Irrgang zum Versammlungsleiter und Karin Daubner zur Schriftführerin. Vizebürgermeister Martin Bauer schlug Max Schmaderer erneut als Bürgermeisterkandidaten vor. „Es war schon vorher kein großes Geheimnis“, sagte Bauer, „wir haben den besten Bürgermeister“. In den bisherigen fast 30 Jahren als Gemeindeoberhaupt habe Max Schmaderer die Entwicklung der Kommune wesentlich beeinflusst, „als Ideengeber, als Motivator und manchmal auch als Schlitzohr“. Vom Alter her, Schmaderer kann gut eine Woche vor den Kommunalwahlen am 15. März, sein 60. Lebensjahr vollenden, „steht er noch voll im Saft“. Die diesjährigen Auszeichnungen mit dem Gütesiegel „Heimatdorf 2019“ sowie dem Kreissieg beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ würden die Handschrift von Max Schmaderer tragen. „Wir stehen im Landkreis Cham hervorragend da, jeder beneidet uns um unseren Bürgermeister“, führte Bauer weiter aus. Und so bat Bauer die Versammlung, Max Schmaderer weiterhin zu unterstützen. Aus den Reihen gab es keine weiteren Vorschläge.
Schmaderer verhehlte nicht, bereits mehrfach politische Angebote über Schorndorf hinaus ausgeschlagen zu haben. Aber Kommunalpolitik sei nun einmal seine Heimat, ganz gemäß der Redewendung „Schuster, bleib‘ bei deinen Leisten“. Die Entwicklung der Gemeinde könne sich mehr als sehen lassen, auch Schmaderer verwies hier auf die beiden Auszeichnungen in diesem Jahr. Das Gemeindeoberhaupt verzichtete bewusst auf eine lange Aufzählung des Geleisteten, verwies stellvertretend nur auf die Entwicklung in der Ortsmitte mit der neuen Wohnresidenz „Sankt Raphael“, die nach wie vor steigende Einwohnerzahl (aktuell knapp 2800), hervorragende Infrastruktur, steigende Finanzkraft und sinkende Schulden. Schmaderer lobte das gute Klima und die Teamarbeit im Gemeinderat mit „schnellen, großen Entscheidungen ohne lange Diskussionen“. Es reiche aber nicht, sich auf den Erfolgen auszuruhen, seien doch im aktuellen Kommunalwahlkampf schon wieder viele selbsternannte Propheten unterwegs: „Sie stellen viele Forderungen auf, haben aber keine Konzepte“. Entsprechend blickte Schmaderer schon nach vorne zu den „großen anstehenden Baustellen“. Als die beiden Hauptmaßnahmen nannte Schmaderer die „Neue Soziale Ortsmitte“ (u.a. Räumlichkeiten für Tagespflege, Gemeinschaftssaal, Wohnungen) sowie den Neubau eines Gesundheitszentrums mit neuen, zeitgerechten und modernen Räumlichkeiten für die vorhandenen Ärzte bzw. Apotheke sowie für weitere Gesundheitsdienstleister. Beide Projekte werden im Rahmen der „Förderinitiative Innen statt Außen“ mit 70 Prozent bezuschusst. Weiter aufgelistet wurden von Schmaderer zum Beispiel die Revitalisierung des „Badangers“ (Flächen befinden sich bereits im Eigentum der Kommune), die Schaffung neuen Wohnraums mit Mehrfamilienhäusern durch Nachverdichtung („Investoren und suchende Mieter sind da“) bzw. durch Ausweisung und Erschließung neuer Wohnbaugebiete (Erweiterung „Radling – Auf dem Sattel“ ist bereits auf den Weg gebracht), Angebote für eine bedarfsgerechte Kinderbetreuung von der Krippe bis zur Offenen Ganztagesschule oder Glasfaser in jedes Haus. „Mir werden die Ideen nicht ausgehen“, versprach Schmaderer, dem bei der anschließenden Abstimmung die Parteifreunde mit 79 von 80 Stimmen bei einer Enthaltung ohne Gegenveto das erneute Vertrauen schenkten. Einer Wiederwahl von Schmaderer, seit 1990 Erster Bürgermeister, sollte damit nichts im Wege stehen, sieht es doch derzeit auch nach keinem Gegenkandidaten aus.
Anschließend stellten sich die 28 Kandidaten/innen und fünf Ersatzbewerber/innen für die Gemeinderatsliste der Parteifreien Wählerschaft vor. Schmaderer sieht seine Mannschaft weiterhin hervorragend aufgestellt, das Durchschnittsalter (38 Jahre) zeigt sich genauso wie bei der letzten Wahl. „Der neue Gemeinderat kann weiblicher werden“, so Schmaderer mit Verweis auf neun Frauen, davon vier unter den ersten zehn Plätzen. Die Gemeinderatsliste sei ein repräsentativer Querschnitt über alle fünf Altgemeinden. Gegenüber 2014 weist die PFW-Liste 18 neue Gesichter auf. „Es ist schwierig, alle 28 Kandidaten/innen auf den ersten zehn Plätzen unterzubringen“, so Schmaderer zum Problem bei der Reihung, der darin aber ohnehin nicht das entscheidende Kriterium sieht: „Die Kommunalwahl ist ein Persönlichkeitswahl“. Dies komme auch in der Tendenz zu immer höherer Briefwahlbeteiligung zum Ausdruck.
Der vorbereiteten Liste und Reihung stimmte die Versammlung im Block und ohne Einwände zu. Es wurden fünf Ersatzbewerber/innen für die fünf Altgemeinden gewählt, sie würden nicht auf Platz 28 nachrücken, sondern auf den jeweiligen Platz ihres Altgemeinde-Mitbewerbers. Als Beauftragter bzw. dessen Stellvertreter für den PFW-Wahlvorschlag wurden Karl Irrgang und Edi Kleinert bestellt.
FW-Kreisvorsitzender Hans Kraus gratulierte Max Schmaderer zur Wiederwahl als Bürgermeister-Kandidat, „für ihn gibt es keine Alternative“. Die Parteifreie Wählerschaft sei eine ganz wichtige und tragende Säule innerhalb des Kreisverbandes der Freien Wähler. Ziel der Freien Wähler sei es, bei den nächsten Kommunalwahlen die Anzahl an Bürgermeistern zu verdoppeln und auch im Kreistag (bisher 16 Sitze) draufzulegen. Julian Preidl, Landratskandidat der Freien Wähler, 24 Jahre und kurz vor Abschluss seines Studiums der Politikwissenschaften, möchte im Wahlkampf mit jungen und neuen Ideen punkten. Ganz wichtig ist ihm die Neuaufarbeitung der Themenbereiche Digitales und Gesundheit.
Pressebericht und Foto: Redaktionsbüro Schmidbauer