Von den beiden Neumitgliedern, die Ende Januar bei der Jahreshauptversammlung der Parteifreien Wählerschaft gleich als Beisitzer in die Vorstandschaft gewählt wurden, schaffte Küchenmeister Josef Fischer jun. auf Anhieb den Einzug in den Gemeinderat. Marina Reiser ist auf der Liste dritter Nachrücker.

08.04.2020
Wahlanalyse Parteifreie Wählerschaft

Einen Sitz dazugewinnen konnte die „Parteifreie Wählerschaft Schorndorf“ bei den jüngsten Gemeinderatswahlen. Damit hat die Liste der beiden Bürgermeister Max Schmaderer und Martin Bauer künftig im Ratsgremium mit 9:5 gegenüber der „CSU-Freie Wählerschaft“ eine noch deutlichere Mehrheit als bisher.

Sieben der acht bisherigen Gemeinderäte der PFW Schorndorf sind wieder angetreten und alle haben erneut den Einzug geschafft. Stimmenkönige waren die beiden Bürgermeister Martin Bauer (2274, ein Plus von 547 Stimmen gegenüber 2014) und Max Schmaderer mit 2163 Stimmen (plus 437 Stimmen). Ebenfalls zulegen konnten Martin Mandl auf 1745 Stimmen, der mit einem Plus von 693 damit auf seiner Liste den größten Zuwachs einfahren konnte, Helga Fischer (1224 Stimmen, plus 210), Gotthard Michalke (1190 Stimmen, plus 134 Stimmen), Kreisbrandmeister Hermann Schwarzfischer sen. (1105 Stimmen, plus 262 Stimmen) und Dietmar Klein (1090 Stimmen, plus 143 Stimmen). Gemeinderat Wolfgang Pommer (1048 Stimmen, plus 108) rückt als Neunter auf der Liste der Parteifreien Wählerschaft für den Zweitplatzierten Max Schmaderer nach, der als wiedergewählter Bürgermeister seinen Gemeinderatssitz freimacht. Vor sechs Jahren für Schmaderer nachgerückt war Martin Winterl, der dieses Mal nicht mehr kandidierte. Neu in den Gemeinderat ziehen Kaminkehrermeister Sebastian Winterl aus Schorndorf (1272 Stimmen), nach eigenen Aussagen im Rahmen der Wahlversammlungen der „einzige Schwarze auf der Liste“, sowie Küchenmeister Josef Fischer jun. aus Thierling (1151 Stimmen) ein. Die ersten drei Nachrücker bei der Parteifreien Wählerschaft sind Markus Höpfl aus Nanzing (917 Stimmen), Werner Götz aus Obertraubenbach (828 Stimmen) und Marina Reiser aus Schorndorf (793 Stimmen).

Insgesamt konnte die Parteifreie Wählerschaft Schorndorf in der Summe 24131 Stimmen auf sich vereinen, das ist gegenüber 2014 (19411 Stimmen) ein stattliches Plus von 4720 Stimmen bzw. gut 24 Prozent. Hier gilt es mit zu berücksichtigen, dass dieses Mal 168 Personen (1600 statt 1432) mehr gewählt haben als vor sechs Jahren. Insgesamt machten dieses Mal in der Kommune von 2277 Stimmberechtigten tatsächlich 1600 vom Wahlrecht Gebrauch, dies entspricht einer Wahlbeteiligung von knapp über 70 Prozent. Damit liegt sie leicht über 2014 (68,42 Prozent), aber weiterhin deutlich unter 2008 (78,78 Prozent), als mit den Grünen noch eine dritte Liste und mit Christof Rußwurm und Wolfgang Zajac noch zwei weitere Bürgermeister-Kandidaten angetreten waren.

Als einziger Kandidat für das Gemeindeoberhaupt wurde 1. Bürgermeister Max Schmaderer mit 91,59 Prozent (1600 Stimmberechtigte, 125 ungültig, 124 wählten eine andere Person) der gültigen Stimmen wiedergewählt, 2014 war es ein fast identisches Ergebnis (91,28 Prozent). Seit 1996 ist Max Schmaderer ebenso Mitglied des Kreistags, auf seiner FCWG-Liste holte Schmaderer mit 17092 die meisten Stimmen. 2014 hatte Max Schmaderer fast haargenau das gleiche Ergebnis (17098), da noch als Zweiter hinter dem Landratskandidaten Johann Stangl. Auch die fünf weiteren Kandidatinnen und Kandidaten aus Schorndorf, namentlich Martin Bauer (3843 Stimmen), Wolfgang Pommer (3272 Stimmen), Martin Mandl (3051 Stimmen), Hermann Schwarzfischer sen. (2402 Stimmen), Helga Fischer (1850 Stimmen) und Barbara Schmidbauer (1695 Stimmen) haben gute bis sehr gute Ergebnisse für die FCWG eingefahren. Insgesamt hat die FCWG-Kreistagsliste leider einen Sitz eingebüßt (noch vier statt vorher fünf).

„Mein Team und ich sind überwältigt von dem großen Vertrauensbeweis“, so 1. Bürgermeister und PFW-Vorsitzender Max Schmaderer, „besonders freut es uns, dass wir unsere Mehrheit im Gemeinderat um einen weiteren Sitz ausbauen konnten“. Schmaderer sieht im Wahlergebnis für sich persönlich im Nachhinein das schönste Geburtstagsgeschenk, konnte er doch gut eine Woche vor den Kommunalwahlen sein 60. Lebensjahr vollenden. „Das zeigt, dass unsere erfolgreiche Arbeit der letzten 30 Jahre und unsere überzeugende und moderne Wahlwerbung als Team von der Bürgerschaft sehr wohl geschätzt und anerkannt worden ist“, stellt Schmaderer weiter heraus, „erfreulich ist auch, dass die Bürger weiter auf klare Mehrheitsverhältnisse setzen“. Schorndorf vertraue damit auch in Zukunft auf die Erfahrung ihrer langjährigen Führungskräfte, „gibt aber gleichzeitig der Jugend eine Chance ihren Elan einzubringen“. Max Schmaderer und sein Team danken für das Vertrauen und die Stimmen und versprechen: „Wir nehmen diesen Auftrag gerne an, unsere Gemeinde weiter aktiv und innovativ in eine erfolgreiche Zukunft zu führen“.

Die Corona-Krise werde eine Unmenge an neuen Herausforderungen mit sich bringen. Jetzt gelte es aber zunächst Ruhe zu bewahren und Zuversicht zu zeigen, vor allem gesund zu bleiben bzw. wieder zu werden. „Gemeinsam werden wir das schaffen, wenn alle ihre Ansprüche etwas zurückschrauben, sich auf das Wesentliche besinnen und zusammenhelfen“, so Schmaderer abschließend.

Pressebericht und Foto: Redaktionsbüro Schmidbauer